Yachtakademie Fahrtricks: Die Achterspring

Beim Ablegen mit der Vorspring muss insgesamt dreimal vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang gewechselt werden, oder umgekehrt. Jedesmal ist die Yacht für einige Sekunden, bis das Ruder wieder angeströmt wird, kraftlos dem Wind ausgeliefert. Und: Wer mit der Schokoladenseite angelegt hat, wird beim Rückwärtsfahren mit dem Radeffekt auf die hinter einem liegende Yacht versetzt. Und der Wind hilft dabei auch noch. So enstehen unnötig prekäre Situationen.

Die Lösung? Ablegen mit der Achterspring. Wie geht das? Ganz einfach:An der allerhintersten Ecke des Bootes einen Fender anbringen, am besten einen nicht all zu dicken. Alle Leinen bis auf die Achterspring lösen, diese so weit wie möglich achtern befestigen. Das Ruder gerade stellen, es wirkt bei achteraus eingekuppelter Maschine ohne Fahrt durchs Wasser ohnehin nicht. Dann: Rückwärtsgang rein. Je nach Wind ruhig etwas mehr Gas geben. Das Schiff dreht sich um die Klampe auf der die Achterspring fest ist, vom Steg weg. Ist es weit genug vom Steg weg gedreht, das kann ruhig fast 90 Grad sein, den Vorwärtsgang einlegen und beherzt Gas geben. Dabei dem Mensch an der Leine den Befehl zum lösen geben: "Achterspring los!" Dort muss dann alles klappen, verhakt sich die Leine am Steg, muss der Mensch an der Leine das dem Rudergänger sofort mitteilen. Dann heißt es: Rückwärtsgang, mit dem Wind zurück an den Seg und nochmal von vorne. Kommt die Spring jedoch pronblemlos an Bord, ist das Schiff frei. Ohne Hektik. Das Gute am Manöver: Stellt man mittendrin fest, dass zum Beispiel Verkehr auf dem Wasser herrscht und man nicht gleich ablegen kann, lässt sich das Manäver durch schlichtes Gaswegnehmen wieder beenden, der Wind drückt einen dann an den Steg. Ganz simpel.